Hornauer Laienspielgruppe Kelkheim-Hornau
Über uns Am Montag, 22. Mai 1978, unterzeichneten - im Hornauer Gasthaus zum Taunus - einige Theaterfans diese “Urkunde”. Sie ahnten nicht, dass drei von ihnen 22 Theaterstücke und ein Viertel Jahrhundert später das 25-jährige Jubiläum der Hornauer Laienspielgruppe würden feiern dürfen. Im Lauf der Jahre war die Gruppe um einen „harten Kern“ von rund zehn  Mitgliedern herum auf zeitweise über 30 Mitglieder angewachsen, die auf und hinter der Bühne dafür sorgten, dass fast jedes Jahr ein neues Stück auf die Bühne des Hornauer Pfarrheims von St. Martin kam. Aus der Jugendarbeit dieser Gemeinde war die Gruppe hervorgegangen, und dieser Gemeinde – nach der Fusion mit der Nachbargemeinde heißt sie seit 2010 St. Franziskus – fühlt sich die Hornauer Laienspielgruppe bis heute verbunden, zumal deren Pfarrheim mit seiner Bühne die „gute Stube“ der Theatergruppe ist. Von Anfang an spezialisierten wir uns auf's "Lachtheater". Waren es in den ersten Jahren eher die klassischen Schwänke wie "Der wahre Jakob" des Autorenduos Arnold/Bach oder "Pension Schöller" von Laufs/Jacoby, bekamen später immer häufiger die locker-frechen Boulevardstücke englischsprachiger Autoren Gewicht, etwa Popplewells unsterbliche Komödie "Keine Leiche ohne Lily", Brandon Thomas' Klassiker "Charley's Tante" oder - in jüngerer Zeit, Ray Cooneys "Wenn schon, denn schon" und Michael Cooneys „Und ewig rauschen die Gelder“. Besonders stolz ist die Gruppe auf einen großen Erfolg der mittleren Jahre: 1996 brachte sie Curth Flatows "Der Mann, der sich nicht traut" auf die Bühne. Die 13 (!) Szenen des Stücks spielen in fünf verschiedenen Räumen, verlangten also fünf Bühnenbilder, die auch noch in kürzester Zeit wechseln mussten, sollten die Umbaupausen nicht über Gebühr am Geduldsfaden des Publikums zerren. Die Lösung hieß: Eine Drehbühne muss her. Was mancher nicht für möglich gehalten hatte: Die Drehbühne wurde gebaut - und funktionierte. Im November 2002 war sie bei "Wenn schon, denn schon" wieder in Betrieb. Mehr zu unseren Inszenierungen ist in der Rückschau zu lesen und zu betrachten. Diese wird noch mit weiteren Galerien ergänzt. Bei jeder Inszenierung sind die Aktivitäten derjenigen Beteiligten, die während der Aufführung zwangsläufig im Hintergrund bleiben, ebenso wichtig wie die der Darsteller auf der Bühne. Denn ohne Souffleuse, ohne Requisiteure und Leute, die sich um die Kostüme, das Schminken und die Beleuchtung kümmern oder die für ein gelungenes Bühnenbild sorgen, ist das Geschehen auf der Bühne zumindest unvollständig. Nur durch das große Engagement der Truppe "hinter der Bühne" waren immer wieder technische Lösungen möglich, die man bei den gegebenen Raumverhältnissen kaum erwartet hätte: etwa der erwähnte Bau einer funktionierenden Drehbühne oder - wie in der "Leiche ohne Lily"- eines echt wirkenden Personenlifts, aus dem alle "von draußen" kommenden Personen auftraten... Zum Glück kam immer wieder "frisches Blut" in die Gruppe, die über die Jahre durchschnittlich zwischen 25 und 35 Mitglieder zählt. Bis heute sind einige "Fossilien" aus der Gründerzeit dabei, aber aus beruflichen oder familiären Gründen gab es immer wieder Mitgliederwechsel. Da war es wichtig, dass neue, besonders auch jüngere Leute, hinzukamen, damit nicht die jungen Liebhaber von "älteren Herren" gemimt werden müssen und die zarten Fräuleins nicht für ihre eigenen Mütter gehalten werden. Am 21. Januar 2001 wurde die Hornauer Laienspielgruppe vom Bürgermeister der Stadt Kelkheim, Thomas Horn, mit dem Kulturförderpreis 2000 der Stadt Kelkheim ausgezeichnet. 2003 - feierten wir unser 25-jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum gab es einen besonderen "Leckerbissen": den Mundartschwank "Alt Frankfurt" des Frankfurter Dichters Adolph Stoltze, ein ganz besonderer Erfolg mit sechs ausverkauften Vorstellungen. Bei sechs Vorstellungen – jeweils Freitag bis Sonntag an zwei Wochenenden – blieb es auch in den folgenden Jahren. Viele davon waren ausverkauft oder zumindest sehr gut besucht, bei einem Angebot von je rund 200 Plätzen.   Was wir als schönen Erfolg betrachten: Das Publikum bog sich jedes Mal vor Lachen und sparte nicht mit Applaus. Und wir haben viele treue Fans, die oft schon im Frühjahr nachfragen, wann wir denn wieder ein Stück auf die Bühne bringen.   Das beflügelte uns, nach einer erneuten Zwangspause 2013, im Jahr 2014 wieder ein neues Stück einzustudieren: Die Komödie “Verrückte Verhältnisse” von Richard Harris führten wir im Pfarrzentrum Feldbergstraße auf, weil im Oktober 2014 (endlich) begonnen wurde, das Pfarrheim in Hornau abzureißen und neu und größer aufzubauen. Auch 2015 spielten wir im Ausweichquartier: Mit “Rendezvous im Palmengarten” von Adolf Stoltze stand nach zwölf Jahren wieder einmal ein Mundartstück “uff hessisch” auf dem Programm, was die Proben besonders witzig gestaltete. Nachdem am 4. September 2016 endlich das neue “Franziskushaus”, das an der Stelle unseres alten Pfarrheims St. Martin errichtet worden war, eingeweiht werden konnte, spielten wir im November 2016 den berühmten Schwank “Der Mustergatte” voln Avery Hopwood in der modernisierten Bearbeitung von Angela Burmeister auf der neuen, größeren Bühne und vor einem begeisterten Publikum. Bleibt der Hinweis: Interessenten als Spieler und/oder Verstärkung unseres Backstage-Teams sind jederzeit willkommen. Einfach anrufen oder eine E-mail  schicken.